Chronika Societatis fratrum componentium Quiete Caroli.
Dem verehrten Meister Adolph Schrödter zur freundlichen Erinnerung gewidmet der Componirverein. Deutsche Handschrift auf Karton.
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Beschreibung
SCHRÖDTER – Chronika Societatis fratrum componentium Quiete Caroli. Dem verehrten Meister Adolph Schrödter zur freundlichen Erinnerung gewidmet der Componirverein. Deutsche Handschrift auf Karton. Karlsruhe, 28. Juni 1862. 4°. 39 einseitig beschriebene jeweils mit einem ornamentalen Rahmen versehene und farbig illustrierte Blatt mit zahlreichen, teils großen, Initialen (teils in Gold) und Illustrationen (davon 3 ganzseitigen), sowie einem Plan von Karlsruhe. Blindgeprägtes Schweinsleder über Holzdeckeln mit jeweils 4 Eck- und einem Mittelbschlag und einer verzierten Schließe, (gering beschabt).
Detailreich und dekorativ mannigfaltig illustrierte und mit zahlreichen ornamentalen Initialen versehene, im Stil einer mittelalterlichen Chronik verfasste, satirische Gedenkschrift. Die ornamentreichen Illustrationen sind jeweils mit den Initialen oder den Namen der Zeichner signiert. – Der bekannte Vertreter der Düsseldorfer Malerschule Adolph Schrödter (1805-1875) war ab 1859 als Professor der Ornamentik und Freihandzeichnen am Karlsruher Polytechnikum tätig. „Sein Heim wurde rasch zu einer Stätte musisch inspirierter Geselligkeit…“ (Teilmann in Bibliophile Taschenbücher 118, S. 121) Berühmt wurde er durch seine, 1848/49 entstandenen literarisch-graphischen Karikaturen „Thaten und Meinungen des Herrn Piepmeyer…“ zu den Mitgliedern des ersten deutschen Parlamentes in der Frankfurter Paulskirche. – Die, von seinen Schülern August Albert; Friedrich; Franz Gerstner; Th.Goßweyler; F. von Hoven; Ludwig Hoffstadt; Adelbert Kerler; Otto Lindheimer; C. Miller; Victor Hausrath; Rudolf Redtenbacher; Max Schroedter; Konisl. Wolff; Ebner; Haas ; Jacobi; Schraffl und H. Ziegler geschriebene und gezeichnete Chronik beschreibt in Form einer Heldengeschichte die gemeinsame Karlsruher Zeit. – Insbesondere die drei aus Frankfurt am Main stammenden, später bekannten Architekten Ludwig Hoffstadt (1842-1885) ; Franz von Hoven (1842-1924) und Friedrich Otto Lindheimer (1842-1894) sind hervorzuheben. – Hoffstadt, der auch Schüler von Hessemer am Frankfurter Städel war, wurde durch eine Reihe von Bauten an der Bergstraße und in Reichenhall bekannt. Franz von Hoven wechselte 1862 an die Berliner Bauakademie und ließ sich dann in Frankfurt nieder. Er schuf zahlreiche Villen in Frankfurt (z.B. das Senckenbergmuseum) und Umgebung, die weitestgehend der Neorenaissance zuzuordnen sind. Friedrich Otto Lindheimer war später Schüler von Anton Burger und schuf ebenfalls zahlreiche Gebäude in Frankfurt. – Leicht gelockert, minimal fleckig. – Sehr reizvolles Unikat.
Kunst, Orts- und Landeskunde, 19.Jh., Architektur, Baden-Württemberg, Handschriften, Kunsthandwerk, Kunstgeschichte












